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Kategorie · Retentionstanks – Kontrollierte Regenwasserrückhaltung nach Bebauungsplan

Retentionstanks Roth RT 3500–10.000 L – 50% oder 100% Retention · gedrosselter Ablauf · DN 600

Retentionstanks halten Regenwasser zurück und geben es zeitverzögert und gedrosselt an den Kanal ab – für die Einhaltung von Abflussmengen nach Bebauungsplan und Entwässerungssatzung. Der Roth Retentionstank auf Twinbloc®-Basis ist in fünf Größen von 3500 bis 10.000 Liter erhältlich, wahlweise mit 50% oder 100% Retentionsvolumen, mit integriertem Filterkorb, Schacht DN 600 und schwimmender Retentionsdrossel.

✅ RT 3500 bis RT 10000 ✅ 50% oder 100% Retention ✅ Drossel 0,07–0,5 l/s ✅ Twinbloc® · PE · Schacht DN 600

Was ist ein Retentionstank?

Ein Retentionstank sammelt Regenwasser vom Dach oder der Fläche und gibt es über eine Drossel zeitverzögert und mengenreguliert an den Kanal ab. Er verhindert Spitzenabflüsse bei Starkregen, die das Kanalnetz überlasten würden. Viele Gemeinden und Bebauungspläne schreiben die Rückhaltung von Niederschlag mit definierten Ablaufmengen vor – der Retentionstank erfüllt diese Auflage.

Retentionsdrossel – das Herzstück

Die schwimmende Retentionsdrossel (Standard: 1", Durchfluss 0,07–0,5 l/s) sitzt im Tank und begrenzt die Abflussmenge unabhängig vom Füllstand. Das Wasser läuft mit der vorgeschriebenen Maximalmenge ab – auch bei vollem Tank nach Starkregen. Drossel auf 2" oder 3" auf Anfrage. Die genaue Einstellung richtet sich nach den Anforderungen der lokalen Entwässerungssatzung.

50% oder 100% Retention

Bei 50% Retention wird der Tank hälftig aufgeteilt: 50% Nutzvolumen (Entnahme für Garten, Toilette) und 50% Retentionsvolumen (Rückhaltepuffer). Bei 100% Retention dient der gesamte Tankinhalt der Rückhaltung – kein Nutzwasser wird entnommen, alles wird gedrosselt an den Kanal abgegeben. Welche Option gefordert wird, bestimmt der Bebauungsplan oder die Entwässerungsgenehmigung.

Twinbloc®-Basis & Doppelbehälter

Die kleineren Modelle RT 3500, RT 5000 und RT 6000 sind Einzelbehälter auf Twinbloc®-Basis – flach, erdstabil, Pkw-befahrbar mit optionaler Abdeckung. Die Großmodelle RT 7000 und RT 10000 bestehen aus je zwei gekoppelten Twinbloc®-Grundbehältern. Alle Modelle haben Filterkorb (1 mm), Schacht DN 600 und begehbare Kunststoffabdeckung serienmäßig.

Retentionstank planen & einbauen – was Sie wissen müssen

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Wofür brauche ich einen Retentionstank?

Viele Bebauungspläne und kommunale Entwässerungssatzungen schreiben vor, dass Niederschlagswasser auf dem Grundstück zurückgehalten und nur mit einer bestimmten Maximalmenge (z.B. 2 l/s·ha) in den Kanal eingeleitet werden darf. Ein Retentionstank erfüllt diese Auflage: Er puffert den Spitzenabfluss bei Starkregen und gibt das Wasser gleichmäßig gedrosselt ab – der Kanal wird entlastet, die Auflage eingehalten.

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Wie funktioniert die Retentionsdrossel?

Die schwimmende Retentionsdrossel ist ein kalibriertes Auslaufventil im Tank, das unabhängig vom Füllstand immer dieselbe Wassermenge pro Sekunde passieren lässt. Standard: 1" mit 0,07–0,5 l/s. Bei vollem Tank nach Starkregen läuft das Wasser trotzdem nur mit der eingestellten Rate ab – der Rest bleibt im Tank und läuft über Stunden oder Tage nach. Die Drosselgröße wird durch die behördliche Entwässerungsgenehmigung vorgegeben.

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50% oder 100% – was gilt für mich?

Das hängt von den Auflagen in Ihrem Bebauungsplan oder der Baugenehmigung ab: 100% Retention: Das gesamte Tankvolumen dient der Rückhaltung – keine Nutzwasserentnahme. Das Wasser wird komplett gedrosselt in den Kanal abgeleitet. 50% Retention: Nur die Hälfte des Volumens ist Rückhaltepuffer, die andere Hälfte kann als Nutzwasser (Garten, Toilette) entnommen werden. Kombination aus Rückhaltepflicht und Regenwassernutzung.

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Welches Volumen brauche ich?

Das erforderliche Retentionsvolumen berechnet sich aus: Abflussspende (l/s·ha, vorgegeben), Regenspende (nach DIN 1986-100 oder lokal), und angeschlossener Fläche (Dach + versiegelte Flächen). Faustformel: Pro 100 m² versiegelter Fläche werden je nach Niederschlagsintensität und Abflussvorgabe ca. 1000–3000 Liter Retentionsvolumen benötigt. Die genaue Berechnung übernimmt ein Fachplaner oder Ihr Bauamt.

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Pkw-befahrbar – wann sinnvoll?

Der Roth Retentionstank ist standardmäßig mit begehbarer Kunststoffabdeckung ausgestattet. Für den Einbau unter Pkw-Stellplätzen, Zufahrten oder Garageneinfahrten ist die optionale Roth PKW-befahrbare Schachtabdeckung erforderlich. Diese erhöht die zulässige Auflast und muss statisch korrekt eingebaut werden. Für LKW-Verkehr ist eine Sonderausführung notwendig – auf Anfrage.

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Filterkorb – warum wichtig?

Der integrierte Filterkorb (Maschenweite 1 mm) hält Laub, Sediment und Grobschmutz zurück, bevor das Wasser in das Retentionsvolumen gelangt. Das verhindert, dass die Drossel durch Schwebstoffe verstopft und die Funktion der Rückhaltung beeinträchtigt wird. Regelmäßige Reinigung des Filterkorbs (mindestens jährlich, nach Starkregenereignissen öfter) ist für die dauerhafte Funktionssicherheit des Systems Pflicht.

Häufige Fragen zu Retentionstanks

Ein Retentionstank ist ein unterirdischer Behälter, der Regenwasser bei Starkregen aufnimmt und es über eine Drossel zeitverzögert und mengenreguliert an die Kanalisation abgibt. Er verhindert, dass das gesamte Regenwasser sofort in den Kanal fließt und diesen bei Starkregen überlastet. Viele Gemeinden und Bebauungspläne schreiben vor, dass Niederschlagswasser nur mit einer definierten Maximalmenge eingeleitet werden darf – der Retentionstank stellt diese Einhaltung sicher. Im Unterschied zum Regenwassertank (Ziel: Nutzwasserentnahme) ist beim Retentionstank die kontrollierte Ableitung das Ziel.
Der grundlegende Unterschied liegt in der Funktion: Ein Regenwassertank (Zisterne) sammelt Wasser zur späteren Nutzung – Gartenbewässerung, Toilette, Waschmaschine. Das Wasser wird entnommen. Ein Retentionstank hat eine Drossel – er hält das Wasser zurück und gibt es gleichmäßig an den Kanal ab. Die Retentionsfunktion dient dem Hochwasserschutz und der Kanalnetzentlastung, nicht der Wassernutzung. Die 50%-Variante kombiniert beide Funktionen: halbes Volumen zur Nutzung, halbes als Rückhaltepuffer.
Ein Retentionstank ist vorgeschrieben, wenn die Baugenehmigung, der Bebauungsplan oder die kommunale Entwässerungssatzung eine gedrosselte Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation verlangt. Typische Formulierungen: „maximale Einleitmenge 2 l/s·ha", „Rückhaltevolumen für ein 5-jähriges Regenereignis" oder „Drosselabfluss 0,1 l/s". Bei Neubauten auf versiegelten Flächen in vielen deutschen Kommunen ist die Auflage inzwischen Standard. Die Entwässerungsgenehmigung des Bauamts oder des lokalen Wasserversorgers enthält die konkrete Anforderung.
Die Berechnung folgt der DIN 1986-100 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke) und berücksichtigt: Angeschlossene Fläche (Dach + Terrasse + Stellplatz in m²), Abflussbeiwert (je nach Belag 0,3–1,0), Regenspende der Region (r15,1 in l/s·ha), und vorgeschriebener Drosselabfluss (l/s). Das Ergebnis ist das erforderliche Retentionsvolumen in Litern. Diese Berechnung muss ein Fachplaner oder Statiker durchführen und dem Bauamt nachweisen. Als Richtwert: ca. 1000–3000 Liter pro 100 m² versiegelter Fläche.
Wenn der Tank vollständig gefüllt ist und das Wasser nicht schnell genug über die Drossel ablaufen kann, greift der Überlaufsiphon DN 100: Bei Überfüllung leitet er das überschüssige Wasser direkt in den Kanal ab – ohne Drossel. Das schützt das Grundstück vor Überschwemmung bei extremen Niederschlagsereignissen, die das Bemessungsregenereignis überschreiten. Der Überlaufsiphon hat eine integrierte Kleintiersperre, die verhindert, dass Kleintiere über den Überlauf in den Tank gelangen.
Ja – für die dauerhafte Funktion ist regelmäßige Wartung erforderlich: Filterkorb: mindestens einmal jährlich reinigen, nach Starkregenereignissen öfter – ein verstopfter Filterkorb blockiert den Zulauf und beeinträchtigt die Retentionsfunktion. Retentionsdrossel: auf freie Durchgängigkeit prüfen – Verstopfung durch Feinschwebstoffe möglich. Schacht und Deckel: auf Dichtigkeit und Unversehrtheit prüfen. Überlaufsiphon: auf Ablagerungen prüfen. In vielen Kommunen ist ein Wartungsprotokoll für Retentionsanlagen Bestandteil der Baugenehmigung.

Den richtigen Retentionstank für Ihr Bauprojekt

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