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Ratgeber · Roth Regenwassernutzung

Roth Regenwassernutzung Smart

Nachhaltig. Clever. Smart. – Zisterne mit Füllstandssensor, App-Steuerung, intelligenter Filterüberwachung und automatischer Trinkwassernachspeisung. Wie das System funktioniert und was bei Planung & Installation zu beachten ist.

Lesezeit ca. 6 Minuten
Basiert auf DIN EN 1717 & DIN 1989
Steuerung via App & Web
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Themen
erklärt
Regenwasser ist zu schade um es einfach in den Kanal zu leiten. Mit dem Roth Regenwassernutzung Smart-System wird die Zisterne zur intelligenten Wasserquelle: Der Füllstand wird per App überwacht, der Filter meldet sich rechtzeitig bevor er die Wasserqualität beeinträchtigt, und bei Bedarf springt eine automatische Trinkwassernachspeisung ein. Dieser Ratgeber erklärt Technik, Planung, Vorschriften und Wirtschaftlichkeit.
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Das Roth Smart-System – die 3 Komponenten

Das Roth Regenwassernutzung Smart-Paket besteht aus drei aufeinander abgestimmten Modulen die gemeinsam eine vollständig überwachte und gesteuerte Regenwasseranlage ergeben. Alle drei lassen sich über die Roth WaterGuardRefill-App sowie über jeden Browser verwalten.

📡 Smart Steuerung mit Füllstandssensor
Überwacht den Füllstand der Zisterne zuverlässig und überträgt die Daten direkt an App oder Browser. Jederzeit volle Kontrolle – Warnmeldungen bei Mindestfüllstand, wichtige Parameter komfortabel steuern.
🔴 Smart Filterüberwachung
Ein intelligenter Sensor prüft kontinuierlich den Verschmutzungsgrad des Filters. Bei Bedarf Benachrichtigung per App oder direkt am Gerät. Zisterne stets sauber, Wartungsaufwand gering, Wasserqualität dauerhaft gesichert.
💧 Smart Nachspeisung
Hält den Wasserstand auch in Trockenperioden stabil. Sinkt der Füllstand unter ein festgelegtes Niveau, erfolgt automatisch eine DIN-gerechte Trinkwassernachspeisung – Versorgung jederzeit sichergestellt.
💻 WaterGuardRefill-App – Steuerung von überall Die Roth WaterGuardRefill-App zeigt Füllstand, FilterStatus und aktuelle Systemparameter in Echtzeit. Benachrichtigungen bei Mindestfüllstand oder Filterverschmutzung kommen direkt auf das Smartphone. Zugang auch über jeden Browser – keine App-Installation zwingend erforderlich.
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Warum Regenwassernutzung? Grundlagen & Einsparpotenzial

Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 120–150 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Davon entfallen nur ca. 3–4 Liter auf Trinken und Kochen – der Rest wird für Toilettenspülung, Wäschewaschen, Gartenbewässerung und Reinigung genutzt. Genau diese Bereiche können mit Regenwasser bedient werden.

Wofür eignet sich Regenwasser?

  • Toilettenspülung (ca. 30 % des Verbrauchs)
  • Wäschewaschen (ca. 15 % des Verbrauchs)
  • Gartenbewässerung (saisonal, großes Potenzial)
  • Außenreinigung (Fahrzeuge, Wege, Terrassen)
  • Poolbefüllung & Teichausgleich
  • Gewächshaus & Landwirtschaft

Typisches Einsparpotenzial

HaushaltsgrößeTrinkwasser-einsparung/JahrKostenersparnis/Jahr*Empfohlene Zisterngröße
1–2 Personenca. 20–35 m³ca. 50–90 €3.000–4.000 L
3–4 Personenca. 40–60 m³ca. 100–155 €5.000–7.500 L
5+ Personenca. 60–90 m³ca. 155–230 €7.500–10.000 L
Garten (groß)ca. 50–100 m³ca. 130–260 €5.000–10.000 L

* Basis: Trinkwasserpreis ca. 2,50–2,60 €/m³ inkl. Abwasser. Regionale Unterschiede beachten.

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Smart Steuerung & Füllstandsüberwachung

Das Herzstück des Systems ist der Smart-Füllstandssensor der kontinuierlich den Wasserstand in der Zisterne misst und die Daten über WLAN an die WaterGuardRefill-App und das Webportal überträgt. Damit gehören Kontrollgänge zum Schachtdeckel der Vergangenheit an.

Was die Smart Steuerung kann

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Echtzeit-Füllstand

Aktueller Füllstand in Litern und Prozent jederzeit in der App abrufbar – auch von unterwegs.

🔔

Push-Benachrichtigungen

Automatische Warnmeldung wenn der Füllstand unter einen konfigurierbaren Mindeststand fällt.

⚙️

Parameter steuern

Schwellenwerte für Nachspeisung und Warnungen bequem per App oder Browser einstellen.

🌐

Web & App

Zugang über die WaterGuardRefill-App (iOS/Android) oder jeden Browser – keine feste Hardware nötig.

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Smart Filterüberwachung & Nachspeisung

Smart Filterüberwachung

Der Zisternenzulauf-Filter hält Laub, Schmutz und Sedimente aus dem Regenwasser zurück. Im konventionellen Betrieb muss der Filter regelmäßig auf Verschmutzung geprüft werden – ein Vorgang der oft vergessen wird mit der Folge reduzierter Wassermenge und schlechterer Qualität im Tank.

Das Smart Filterüberwachungssystem misst kontinuierlich den Differenzdruck am Filter als Maß für den Verschmutzungsgrad. Steigt der Wert über einen Schwellenwert, erhält der Nutzer automatisch eine Benachrichtigung per App oder direkt am Gerät. So wird nur gewartet wenn es wirklich nötig ist.

💧 Wasserqualität dauerhaft sichern Ein übersehener, verstopfter Filter reduziert nicht nur die Wassermenge – er kann bei stehendem Wasser auch zur Keimquelle werden. Die Smart Filterüberwachung verhindert das durch proaktive Benachrichtigung, bevor der Filter kritisch wird.

Smart Nachspeisung – DIN EN 1717-konform

In Trockenperioden kann die Zisterne leer laufen – dann muss Trinkwasser einspringen. Die Smart Nachspeisung automatisiert diesen Prozess: Sinkt der Füllstand unter einen einstellbaren Schwellenwert, öffnet ein automatisches Ventil und speist die Zisterne DIN-gerecht aus dem Trinkwassernetz nach.

⚠ DIN EN 1717 – Schutz vor Rückverunreinigung zwingend Wasser aus der Zisterne (Brauchwasser) darf niemals direkt in Kontakt mit dem Trinkwassernetz kommen. Die DIN EN 1717 schreibt einen freien Auslauf (Typ AA oder AB) vor der einen physischen Durchflussunterbrecher zwischen Trinkwasser und Brauchwasser sicherstellt. Das Roth Smart Nachspeisesystem ist nach DIN EN 1717 ausgeführt.
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Planung & Installation

Eine gut geplante Regenwasseranlage amortisiert sich schneller und funktioniert zuverlässiger. Die wichtigsten Planungsparameter sind Zisternengröße, Dachfläche und gewünschte Nutzungsarten.

Zisterngröße berechnen – Faustformel

Faustformel Zisternengröße Zisterngröße (L) = Jährlicher Bedarf (m³) × 60–80 Liter pro m² Dachfläche + 20 % Puffer. Für einen 4-Personen-Haushalt mit 130 m² Dachfläche und Toilette/Gartenbewässerung: ca. 4.000–6.000 Liter sind ein guter Ausgangspunkt.

Installationsschritte im Überblick

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Planung & Genehmigung Zisternengröße berechnen (Dachfläche × Niederschlag × Nutzungsbedarf). In manchen Gemeinden Anzeige beim Wasserversorger erforderlich. Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Netz ist genehmigungspflichtig.
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Zisterne eingraben Roth Regenwasser-Hausspeicher werden in der Erde vergraben – frostfrei unter 80 cm Überdeckung. Schachtzugang für Sensor und Wartung offen halten.
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Zulauf & Filter montieren Dachrinnen auf den Zulauffilter führen. Filter misst Differenzdruck für die Smart Filterüberwachung. Schmutzüberlauf zur Kanalisation ableiten.
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Hausdruckanlage & Verrohrung Pumpe oder Hauswasserwerk für Toilette, Waschmaschine, Außenzapfstellen. Separate Leitung für Brauchwasser (getrennt vom Trinkwassernetz, eigene Farbe/Beschilderung).
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Smart-Sensor & Nachspeisung anschließen Füllstandssensor in der Zisterne platzieren, WLAN einrichten, WaterGuardRefill-App konfigurieren. Nachspeisungsventil DIN EN 1717-konform an Trinkwassernetz anschließen (Fachbetrieb empfohlen).
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Inbetriebnahme & Einstellung der Schwellenwerte Mindestfüllstand für Warnung einstellen, Nachspeisungsschwelle konfigurieren, Filterbenachrichtigungen aktivieren. Anlage beim Wasserversorger anmelden (Pflicht nach AVBWasserV).
⚠ Anmeldepflicht beim Wasserversorger Wer Regenwasser für Toiletten, Waschmaschinen oder andere haushaltsbezogene Nutzungen verwendet, muss die Anlage beim örtlichen Wasserversorger anmelden (§ 13 AVBWasserV). Grund: Verbrauchsreduktion beim Trinkwasser muss dem Versorger bekannt sein. Bei der Anmeldung muss ein Nachweis über die DIN EN 1717-konforme Trennung der Systeme erbracht werden.
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Häufige Fragen zur Roth Regenwassernutzung Smart

Für das Eingraben der Zisterne ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich da es sich um eine unterirdische Anlage handelt – in manchen Bundesländern muss jedoch die untere Wasserbehörde informiert werden. Für die Nutzung des Regenwassers im Haus (Toilette, Waschmaschine) besteht Anmeldepflicht beim örtlichen Wasserversorger nach § 13 AVBWasserV. Die Anlage muss außerdem DIN 1989 (Regenwassernutzungsanlagen) und DIN EN 1717 (Trinkwasserschutz) entsprechen. Das Roth Smart-System ist entsprechend ausgeführt.
Die DIN EN 1717 schützt das Trinkwassernetz vor Rückverunreinigung. Da Regenwasser als Brauchwasser (nicht Trinkwasserqualität) gilt, darf es unter keinen Umständen in das Trinkwassernetz zurückfließen. Bei der automatischen Nachspeisung – also wenn Trinkwasser in die Zisterne gespeist wird – muss ein freier Auslauf (Typ AA: freier Auslauf, oder AB: freier Auslauf mit Krümmer) sicherstellen dass kein Rückfluss möglich ist. Das Roth Nachspeisesystem erfüllt diese Anforderung konstruktiv. Der Anschluss an das Trinkwassernetz sollte von einem zugelassenen Fachbetrieb ausgeführt werden.
Die Grundfunktionen des Systems – Füllstandsmessung, Filterüberwachung und automatische Nachspeisung – laufen lokal im Gerät und funktionieren auch ohne WLAN-Verbindung. WLAN ist für die App-Steuerung und Push-Benachrichtigungen erforderlich: Füllstandsanzeige in der App, Warnmeldungen auf das Smartphone, Remote-Konfiguration von Schwellenwerten. Ohne WLAN zeigt das Gerät selbst den Status an und die Nachspeisung läuft automatisch nach den eingestellten Parametern weiter – die Fernsteuerung entfällt lediglich.
Die optimale Größe hängt von drei Faktoren ab: (1) Verfügbares Regenwasser: Dachfläche × jährliche Niederschlagsmenge × Abflussbeiwert (ca. 0,8 für Ziegel). (2) Bedarf: Personenzahl × Nutzungsarten (Toilette ca. 40 L/Person/Tag, Garten saisonal sehr variabel). (3) Puffer: Die Zisterne soll Trockenphasen überbrücken – ca. 3–6 Wochen Puffer ist sinnvoll. Für einen 4-Personen-Haushalt mit 120 m² Dach und Toilette/Gartenbewässerung empfehlen sich 5.000–7.500 Liter. Größer ist selten sinnvoll da das Wasser dann zu lange steht.
Ja – Regenwasser ist praktisch kalkhärtefrei (GH nahe 0°) und damit ideal für die Waschmaschine: Waschmittelverbrauch sinkt um ca. 20–40%, Maschine und Heizelement verkalken kaum, Wäsche wird weicher. Bakteriologisch ist der Einsatz für Wäsche bei normalen Waschtemperaturen unbedenklich (60°C-Wäsche ohnehin sterilisierend). Für Kochwäsche und Krankenpflege empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen Trinkwasser. Die Zuleitung zur Waschmaschine muss klar als „Brauchwasser" gekennzeichnet sein und darf nicht mit dem Trinkwassernetz verbunden werden.
Das Roth Smart-System ist primär für den unterirdischen Regenwasser-Hausspeicher ausgelegt, der als Zentralzisterne für Haus und Garten dient. Der Gartenspeicher (oberirdisch) ist ein einfacherer Tank ohne Hausinstallation – für die einfache Gartenbewässerung direkt von der Regenrinne. Für die volle Funktionalität des Smart-Systems (App-Steuerung, Filterüberwachung, automatische Nachspeisung für Haus und Garten) empfiehlt sich der unterirdische Hausspeicher. Wenn Sie Fragen zur richtigen Systemkombination haben, berät unser Team gerne.

Roth Regenwassernutzung Smart für Ihr Haus?

Wir beraten Sie kostenlos zur richtigen Zisterngröße, dem passenden Roth-Tank und der Smart-Systemkonfiguration für Ihren Bedarf.